Freitag, 17. August 2018

Stickstoff als Umweltgefahr und die Rolle des Fleischkonsums

Die Lebensmittelproduktion hat einen massiven Einfluss auf die natürlichen Zusammenhänge unseres Planeten. Eine wenig bekannte Einflussgröße ist der Stickstoffkreislauf. Mit Stickstoff kann die Fruchtbarkeit von Feldern erhöht werden, was die Menschen schon lange erkannt haben und deshalb den Böden Natur- oder Kunstdünger beimengen. Inzwischen haben die menschlichen Eingriffe in die komplexen Stickstoffkreisläufe zu einer Verdoppelung der Stickstoffproduktion geführt. Stickstoffdünger sind notwendig, um die Weltbevölkerung zu ernähren, allerdings wird er im Überfluss und unökonomisch angewendet: Weniger als die Hälfte wird von Pflanzen aufgenommen, die damit ihr Wachstum steigern können. Der größere Teil verursacht Nebenwirkungen wie Algenwachstum und Übersäuerung der Böden. Außerdem entsteht Lachgas, das als drittwichtigstes Treibhausgas schuld am Klimawandel ist. Stickstoffverbindungen haben auch als Luftschadstoffe  (Feinstaub) unangenehme und schädliche Auswirkungen. Das Stickstoffproblem ist jetzt schon jenseits der Nachhaltigkeit gelandet, d.h. die Belastungen werden vom Ökosystem nicht mehr ausgeglichen.

Es gibt vor allem zwei Strategien, um diesem Problem gegenzusteuern: Technische Änderungen wie den effizienteren Einsatz von Düngemitteln können helfen, und der andere Ansatz liegt in der Veränderung von Konsumgewohnheiten. Dieselfahrzeuge produzieren Stickoxide und tragen viel zur Überbelastung bei, und den Rückgang von Emissionen können wir durch eine Reduktion des Fleischkonsums erreichen, denn die tierische Eiweißproduktion stellt wesentlich mehr Stickstoff her als die von pflanzlichen Proteinen. Also: Ein weiterer Beitrag zur ökologischen Wirkungen des Verzichts auf Fleisch. Vegetarier und Vegane sind damit die Pioniere zum Schutz des Planeten. Wer das nicht will, trägt eine Mitverantwortung am Kippen unseres Ökosystems mit unvorhersehbaren Folgen.

Deshalb ermutige ich alle Leser und Leserinnen, die Informationen weiterzuverbreiten und selber die eigenen Essgewohnheiten zu überdenken, falls da noch der Fleischkonsum im Vordergrund steht.

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