Mittwoch, 25. Februar 2026

Spiritualität und sexueller Missbrauch – Jeffrey Epstein und Deepak Chopra

Es gibt scheinbar nichts, was weiter auseinanderliegt: Spiritualität als der Zugang zur höchsten und reinsten Form des menschlichen Bewusstseins und sexueller Missbrauch als grausame Unmenschlichkeit. Aber auf dieser dunklen Erde gibt es nichts, was nicht miteinander in Beziehung gebracht werden kann, wovon der jahrelange Austausch zwischen Jeffrey Epstein, dem zweifach verurteilten Missbrauchstäter und Mädchenhändler, und Deepak Chopra, dem spirituellen Lehrer und Buchautor zeugt. In 3466 dokumentierten Nachrichten kommunizierten die beiden Männer in den Jahren 2016 bis 2019, also zu einer Zeit, als Epstein bereits als Sexualverbrecher verurteilt war. Der spirituelle Lehrer wusste also, mit wem er da auf äußerst freundschaftliche Weise über verschiedene Themen – und allzu häufig über die „girls“ plauderte.

Die Links zu den Quellen, bei denen auch die Zahlencodes für die Originaldokumente, wie sie vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, nachgeschaut werden können, stehen am Ende des Artikels. Wenn man die diversen Email-Nachrichten liest, kommt man aus dem Entsetzen nicht mehr heraus. Der  spirituelle Lehrer versorgt den Freund bei dessen schlüpfrigen Witzchen mit Gemeinplätzen aus der nondualen Erkenntnis. Es wirkt, als würde sich ein Schüler über die Macken seiner Freundin beschweren und der Meister erklärt, dass jedes menschliche Leid nur aus der Anhaftung an ein Konstrukt entsteht. Allerdings geht es hier um gewerbsmäßige Prostitution mit Minderjährigen. 

So schreibt Epstein: „... Ich ziehe es vor, dass meine Darsteller gute Körper haben.“ Darauf Chopra: „Bilder und Töne sind in der Bewusstheit, ebenso wie das cringe (das Peinliche, das zum Fremdschämen anregt)! Nichts ist außerhalb der Bewusstheit. Wann immer das Peinliche auftaucht, frage dich: ‚Wer oder was hat diese Erfahrung?‘ ... Die Person ist also nur ein Konstrukt.“

Chopras Antwort wäre ohne den Kontext eine unverfängliche spirituelle Beratung. Da aber beide wissen, dass es um Verbrechen geht, erhalten die eingestreuten spirituellen Weisheiten die missbräuchliche Rolle der Reinwaschung und der Rechtfertigung.

Spaß und Mädchen

Hier ein paar Beispiele des Austausches zwischen den beiden Freunden:

Chopra teilte mit Epstein ein Video der Schauspielerin und Autorin Kat Foster: „Sie ist gut.“ Epstein: „Ist sie in New York?“ Chopra sagte ihm, sie sei in Kalifornien. Sie habe  ihn für ein Wochenende besucht. Und er habe sie „in Zukunft wieder eingeladen“. Er beschrieb sie als „unschuldig und klug zugleich“. Epstein darauf: „Zweitrangig gegenüber Niedlichkeit.“

Der Missbrauch wird nicht direkt angesprochen, auch nicht vom „Lehrer“, der um diese Schattenseite seines „Schülers“ weiß, schwingt aber immer im Hintergrund mit, offensichtlich auf beiden Seiten. Es ist, als ob die beiden älteren Herren über ihre geheimen Leidenschaften (junge Mädchen) in scheinbar harmloser und verharmlosender Weise reden, in völliger Vermeidung und Ignoranz in Hinblick auf die verbrecherischen Dimension dieser Triebe.

Chopra lud Epstein nach Israel ein: „Komm mit uns nach Israel. Entspann dich und hab Spaß mit interessanten Leuten. Wenn du willst, kannst du einen falschen Namen benutzen. Bring deine Mädchen mit. Es wird Spaß machen, dich dabei zu haben. Liebe Grüße.“ Epstein lehnte ab. Chopra drängte: „Deine Mädchen würden es lieben, genauso wie du.“

Chopra lud Epstein zu seinem Workshop in Zürich ein: „Du solltest mit deinen Mädchen zu meinem zweitägigen Workshop in der Schweiz in Zürich kommen – einem kleinen Dorf in einem Vorort. Das wird Spaß machen.“

Fortwährend geht es um Spaß und um Mädchen, und niemand fragt, wie alt die Mädchen sind, wie sie heißen und ob sie freiwillig mitkommen. Sie sind die Vehikel, die den Spaß ermöglichen, Objekte für die eigene Lust. So ist das Innere von Sexualverbrechern beschaffen. Dazu kommt, dass diese jungen Frauen von Chopra als Objekte für seine pseudospirituellen Spielchen missbraucht wurden.

Dieses seltsame Duo war über vier Jahre in tiefster Freundschaft verbunden: „Ich bin zutiefst dankbar für unsere Freundschaft.“ (Chopra an Epstein, 11. Juli 2017) Allerdings war einer von beiden schon als Sexualtäter registriert, während der andere heute noch frei herum läuft, spirituelle Bücher schreibt und sich abputzt. Chopras Frau, mit der er 56 Jahre verheiratet ist, wurde in den Tausenden ausgetauschten Nachrichten ein einziges Mal erwähnt. Auf der Spielwiese, auf der die beiden real und virtuell ihre pubertären Fantasien austobten, war sie offensichtlich nicht erwünscht. 

Folgenschwere Prä-Trans-Verwechselungen

Dass es bei diesen Vorgängen um gegangen ist, ist noch das Mindeste, das man sagen muss. Transpersonale Einsichten werden verwendet, um präpersonal angetriebene Handlungen zu rechtfertigen und der personalen Verantwortung zu entziehen. Der Missbrauch von Minderjährigen ist dann kein Verbrechen mehr, sondern das Produkt von Illusionen. Personen haben nur einen fiktionalen Charakter, deshalb kann man mit ihnen machen, was man will, so lautet die Logik dieser folgenschweren Verwechslung der Ebenen.

Gerade spirituell (und damit meist auch finanziell) erfolgreiche Menschen geraten schnell in die Fänge ihres Egos, das sieht man an vielen der Nachrichten, die Chopra an Epstein geschickt hat. Es handelt sich um Missbrauch der Spiritualität für Ego-Zwecke, die leider weit verbreitet ist in der Szene. 

Diesen Machenschaften gehen Menschen auf den Leim, die den Unterschied zwischen prä- und transpersonaler Ebene aufgrund ihrer nicht aufgearbeiteten Traumatisierungen nicht verstehen können, während ihnen von den Lehrern versichert wird, dass sie sich nicht mehr darum kümmern müssen, weil ja alles „gut ist, wie es ist“, „vergangen ist, was vergangen ist, und nur die Gegenwart zählt“, „weil alles Illusion ist“, usw., und das alles vom hohen Stuhl mit der unbestreitbaren Macht der Erleuchtung. 

Die Falle besteht oft darin, dass Personen an diesen Positionen niemanden neben sich haben oder dulden, der sie auf ihre Schattenseiten aufmerksam macht. Und dann passieren alle möglichen Verwechslungen, weil ihr Ego meint, sie würden wegen ihrer Grandiosität verehrt und verdienten wegen ihrer spirituellen Errungenschaften eine erhabene Position oberhalb all der anderen, die spirituell nicht so weit gekommen sind.

Deepak kann den Zyniker Epstein mit seinen spirituellen Drehs beeindrucken und kriegt von ihm die Anerkennung (auch finanzieller Natur), offensichtlich  für die Entlastung vom moralischen Druck. Wo es nur Illusionen von Personen gibt, gibt es auch keine persönliche Verantwortung und keine Schuld – ein ideales Konzept für einen Verbrecher und die Erlaubnis, weiterhin den eigenen perversen Antrieben ohne Gewissensdruck folgen zu können.

Toxische Erleuchtung

Günter Enzi schreibt in seinem Kommentar zu dieser Thematik, der mit „Wenn ‚Erleuchtung' toxisch wird: Die Gefahr der entkörperten Nondualität“ übertitelt ist: „Eine reife, sonamatische Nondualität hätte zu Epstein sagen können: ‚Auch wenn auf absoluter Ebene alles Bewusstsein ist – auf relativer Ebene hast du gehandelt. Und dein Handeln hat reale Körper verletzt. Bevor wir über Illusion sprechen, musst du körperlich spüren, was du getan hast.'
Nondualität ist keine Flucht aus Verantwortung. Sie vertieft sie. Das wäre Zumutung gewesen. Keine Entwirklichung – sondern Konfrontation im Kontakt.“

Die Schuldverdrängung beim Sexualverbrecher Epstein und seinem Komplizen Chopra war möglich durch Flucht von der körperlichen Ebene auf eine mentale, von der aus der mit allen spirituellen Wassern gewaschene Chopra dem zynischen Genießer Epstein einen Persilschein für seine Untaten ausstellen konnte, statt ihn mit dem Leid zu konfrontieren, das er angerichtet hat. 

Der Körper ist der Ort der Schamgefühle, die sich bei jeder unmenschlichen Tat melden, und ihre Botschaften müssen unterdrückt werden, damit das böse Tun weiter bestehen kann. Eine der perfidesten Formen, solche Handlungen zu rechtfertigen, besteht darin, gerade das exquisite und in einem tiefen Sinn heilige Wissen, das aus der Erfahrung der Nondualität gewonnen wurde, für Zwecke der schamlosen Egobefriedigung zu missbrauchen.

Eine integre Ethik hat ihren Ort im ganzen Menschen, in seinem Körper, seiner Seele und seinem Geist. Wer aus der Übereinstimmung mit diesen Bereichen handelt, handelt gut. Das Böse entsteht, wenn sich einer dieser Bereiche gegen die anderen durchsetzt, mit dem Imperativ von Überlebensimpulsen. 

Ebenso wird eine integre und integrale Spiritualität vom ganzen Menschen getragen, nicht nur von seinem Geist. Unser Körper enthält die Sensoren für das Gute, das Wahre und das Schöne. Der Geist allein ist hilflos, wenn es um die Themen der relativen Wirklichkeit geht. Er ist in der Lage, in die Sphären des absoluten Erkennens vorzustoßen. Was er dort findet, ist aber in der Regel nicht brauchbar für die Themen des Alltags. Dafür verfügen wir über andere Bewältigungsinstanzen.

Die Grenze zwischen dem Absoluten und dem Relativen muss klar bleiben. Wenn es hier zu Grenzüberschreitungen kommt, die durch unbewusste Mechanismen ablaufen, kommt es leicht zum Auftreten von Missbrauch, sei es sexuell, physisch oder spirituell. 

Quellen und Links zu den E-Mails zwischen Chopra und Epstein:
https://www.dailymail.co.uk/.../deepak-chopra-epstein...
https://drscottwmills.substack.com/.../the-silence-inside...
https://lissarankinmd.substack.com/.../blowing-the...
https://spuren.ch/single-ansicht-buch-1?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=5022&cHash=b44156a178891943517a1eac752988b3

Sonntag, 22. Februar 2026

Klimamärchen

Im vorigen Artikel ging es um die Schwierigkeit, packende und motivierende Geschichten zu finden, die zur Mobilisierung vereinter Kräfte für den Einsatz gegen die fortschreitende Klimazerstörung beitragen. Alle Strömungen, die diesem Engagement entgegenwirken, von Leugnern des Klimawandels über die Leute, die erst etwas tun wollen, wenn “die anderen” aktiv werden bis zu jenen, die meinen, es ohnehin alles schon zu spät, sind von Geschichten gespeist und ideologisiert, die hier im Überblick dargestellt sind. Es handelt sich um Narrative, die durch Lobbys und Interessengruppierungen jener, die von der Verzögerung und Verschleppungen von Klimaschutzmaßnahmen profitieren, verbreitet und vermarktet werden. Die Zitate stammen aus dem Buch Erzählende Affen

1. Die Rivalität zwischen Ökologie und Ökonomie – Wer ist David und wer ist Goliath? 

Ein von Politikern gerne strapazierter (und konstruierter) Gegensatz ist der zwischen der Wirtschaft und der Klimapolitik. Dieser Konflikt besteht nur, wenn wir kurzfristig denken, und er wird zusätzlich ideologisch aufgeheizt, indem die Folgen eines intensivierten Klimaschutzes drastisch ausgemalt werden – ein Szenario mit all den Arbeitskräften, die in der Öl-, Auto- und Fleischindustrie arbeitslos würden, wird als Drohung heraufbeschworen. Hier wird ein Mechanismus der menschlichen Psyche aktiviert, nämlich die Verlustaversion: Wir reagieren viel empfindlicher auf Verluste als auf Gewinne, offenbar weil uns Verluste bedrohen und damit unsere Angstreaktion ausgelöst wird.  

Mit der Konstruktion der Rivalität zwischen Ökologie und Ökonomie wird suggeriert, dass sich die Menschen für eins von beiden entscheiden müssten. Viele wählen deshalb die Wirtschaft, weil sie sich davon einen kurzfristigen Nutzen bzw. weniger aktuellen Schaden und möglichst keinen Verlust an Wohlstand erhoffen. Der abstrakte Nutzen irgendwann in der Zukunft verblasst dagegen, während befürchtet wird, dass Einschränkungen in der Gegenwart besonders schmerzhaft werden könnten.  

In Diskussionsveranstaltungen treffen häufig Wissenschaftler, die die Berechnungen über die Folgen der Erderwärmung vorlegen, und Vertreter der Wirtschaft, die die Folgen von Klimamaßnahmen auf einzelne Wirtschaftszweige an die Wand malen, aufeinander und finden natürlich keine Übereinstimmung; beim Publikum entsteht der Eindruck, dass es sich um zwei entgegengesetzte Meinungen handelt, von denen jede etwas für sich hat. Verzerrt wird dabei eine Situation, in der die eine Seite auf der Grundlage von Forschungen vor einer zerstörten Zukunft warnt und die andere in der Gegenwart weiterhin Gewinne machen will. Das einfache Argument, dass es in einer zerstörten Umwelt keine Wirtschaft mehr geben kann, wird als Klimahysterie abgetan. Es sind also ungleiche Partner, die miteinander verglichen werden: Auf der einen Seite Profitinteressen, die einigen zugutekommen, und auf der anderen Seite die Überlebensinteressen der Menschheit.  

In Wahrheit kann es keinen Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie geben, indem laufend Kompromisse geschlossen werden, damit zwar ein wenig Klimaschutz stattfindet, aber die Wirtschaft nicht grundlegend geändert werden muss. Denn die Krise verschlimmert sich exponentiell und steuert auf Kipppunkte zu, die mit kosmetischen Maßnahmen nicht bewältigbar sind und dazu führen können, dass ganze Zweige der Ökonomie nicht mehr funktionieren, z.B. der Tourismus in Gebieten, die vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sind. Ein kompromisshafter Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie „wäre wie ein Auto, das aus Angst vor Extremen konsequent in der Mitte der Straße fährt.“ (S. 305) 

2. Verzicht und Verbot – mit Bezug zur Ikarus-Geschichte 

Ikarus, der Sohn von Dädalus, fliegt gegen die Sonne, obwohl ihn sein Vater gewarnt hat, und bewegt sich in seiner Überheblichkeit dem Untergang entgegen, eine Metapher für das Verhalten von weiten Teilen unserer Zivilisation und politischen Kultur angesichts der dräuenden Klimakatastrophe. 

Einerseits müsste uns klar sein, dass wir in Zukunft auf manche Annehmlichkeiten unseres Luxuslebens verzichten müssen, weil die Folgen der fortschreitenden Erderwärmung nur mit massivem Einsatz von Mitteln bewältigt werden können – Kosten, die alle mitbetreffen und die mit jedem Tag steigen, an dem zu wenig für den Klimaschutz unternommen wird. Diese realistische Einschätzung wird emotional aufgeladen und missbraucht. Maßnahmen zum Klimaschutz, die eben Kosten verursachen, die anderswo eingespart werden müssen, werden in der politischen Propaganda schnell als Einschränkung von Freiheitsrechten und unfairer Entmündigung gebrandmarkt; die Menschen sollten selbst entscheiden können, ob sie klimafreundlich leben wollen oder nicht. Wer einem vorschreiben will, wie man leben soll, wird zur Verteidigung der eigenen Autonomie abgewehrt und abgewertet. So werden Wissenschaftler, grün-orientierte Politiker und Aktivistinnen als Feinde, die den eigenen Lebensstil und Wohlstand bedrohen, dargestellt, während jene, die sich durch die Ausplünderung der natürlichen Ressourcen maßlos bereichern, vor jeder Kritik verschont bleiben und damit fleißig weiter ihre goldenen Schäfchen ins Trockene bringen können, während andere die angerichteten Schäden ausbaden müssen. Die Guten, die die Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft einmahnen, werden zu den Bösen, die ins eigene Leben und ins eigene Selbst eingreifen. Mein persönlicher Vorteil ist mir nun einmal wichtiger als eine vage Zukunft, vor der ich lieber meine Augen verschließe, um im Hier und Jetzt meine Genussmöglichkeiten zu steigern. Aus diesen egoistischen Gründen laufen die Leute Politikern nach, die ihnen versprechen, sie vor jeder Einschränkung und vor jedem Verzicht zu schützen. 

Im Namen der Bewahrung von Freiheiten, die im Grund unverdiente Privilegien sind, wird in Kauf genommen, dass die Freiheitsräume in Zukunft für die meisten Menschen viel enger werden. Die scheinbare Vernünftigkeit beim Finden von faulen Kompromissen zwischen Ökologie und Ökonomie, täuscht darüber hinweg, dass die Natur nach den Gesetzmäßigkeiten der Physik und Chemie funktioniert und sich nicht um Strategien kümmert, die sich die Menschen ausdenken, um bequem bei ihren gewohnten Lebensmustern bleiben zu können. 

3. Hedonismus und Freiheit – angelehnt an das Aschenputtel-Märchen 

Bei diesem Narrativ gehen ihre Anhänger davon aus, dass sie die privilegierte Position, die sie innehaben, verdient haben, z.B. durch Arbeit und Fleiß, und dass ihnen deshalb von dem Leben, das sie jetzt führen, nichts weggenommen werden darf. Die Ressourcen, die jeder Mensch in unseren Breiten verbraucht, stünden uns zu. Das ist eine Anmaßung von Rechten, deren Kehrseite destruktive Konsequenzen nach sich zieht, das Beharren auf der Ausbeutung der für die Menschheit lebenswichtigen Umwelt. Der Grund für die Attraktivität des Erzählmusters, persönliche Freiheiten maximal genießen zu dürfen, stammt aus der menschlichen Tendenz, “sich in Anbetracht von Untergang und Tod Erzählungen zuzuwenden, die zum Schutz des Selbstwertgefühls beitragen.” (S. 308) 

Das Sprichwort sagt: “Hochmut kommt vor dem Fall.” Sich als Held des skrupellosen Genießens aufzuspielen, während das eigene Handeln die Zerstörung weitertreibt, geht so lange gut, als es die Umwelt erträgt. Jede von Selbstsucht angetriebenen Expansion stößt früher oder später auf Grenzen, die unüberwindbar sind und zum Zusammenbruch des Überlebensmusters führen. Die bösen Stiefschwestern von Aschenputtel verlieren am Ende des Märchens ihr Augenlicht, die Strafe für ihre Verblendung aus Überheblichkeit und Mangel an Mitgefühl und Respekt für andere. 

4. Die Technologie wird uns retten – der amerikanische Traum vom Tellerwäscher, der Millionär wird 

Natürlich haben Menschen in bedrohlichen Situationen immer wieder Auswege und innovative Lösungen gefunden. Allerdings gibt es die Tendenz, diese Erfahrung als Sedativum für Forderungen nach einschneidenden Maßnahmen zu nutzen, nach dem Motto: Wir brauchen uns nicht sehr anzustrengen, um die Erderwärmung einzudämmen, denn je näher die Katastrophe rückt, desto mehr Kreativität werden wir entfalten und dann alles noch rechtzeitig bewältigen. Dass wir dabei einer optimistischen Verzerrung aufsitzen, übersehen wir leicht und gerne. Viele Politiker, die zwar den Klimawandel nicht leugnen, aber sich gegen drastische Einschnitte in die bisherigen Praktiken und Lebensweisen sträuben, nutzen diesen scheinbaren Ausweg. In der Psychologie heißt dieser Mechanismus bright-siding: Alles Negative wird mit unverwüstlichem und blindem Optimismus ausgeblendet. Er beruht auf einer Selbstüberschätzung, bzw. auf einem Glauben, dass andere die Misere schon beheben werden können, und dient damit als Entschuldigung für das eigene Nichtstun oder mangelhafte Engagement. Es wird auf wundertätige Heiler des Planeten gewartet, um die Hände im Schoß liegen lassen zu können. Währenddessen steigt kontinuierlich die Belastung des Klimas, und das Warten auf einen Herkules, der Abhilfe verschaffen könnte, ist weiterhin vergeblich. 

5. Man kann nichts ausrichten – der Gegentraum vom Millionär zum Tellerwäscher 

Das ist die Erzählung von der depressiven Resignation. Wir als einzelne können angesichts der übermächtigen großen Player nichts ausrichten und können deshalb weiterleben wie bisher. Vielleicht gibt es weitere dunkle Kräfte, die im Hintergrund die Fäden ziehen und uns in den Abgrund stürzen wollen, und wir haben keine Chance. 

Deshalb gibt es keinen Grund, Verantwortung zu übernehmen und das eigene Leben zu ändern, denn das Problem ist für uns unlösbar, und die Mächtigen können nicht beeinflusst werden. Die Klimakrise und ihre Auswirkungen übersteigen unsere Vorstellungskraft und unsere geistigen Kapazitäten. Wir fühlen uns gelähmt und verstärken diese Lähmung, indem wir uns erzählen, dass wir keine andere Perspektive haben. Vielleicht spüren wir die Wut auf die Mächtigen, verbunden mit der Ohnmacht, nichts bewirken zu können, was zum Schluss führt, dass wir so weiter leben wie bisher. 

Die Macht der Märchen 

All diese Märchen, mit denen der Schrecken einer zukünftigen Klimakatastrophe gebannt werden soll, benutzen die Erzählmuster von uralten Geschichten. Sie wurden mit reichhaltigen Propagandamitteln vor allem aus der Fossilindustrie massiv verbreitet, sodass ihre weite Verbreitung nicht weiter verwunderlich ist. Die Hartnäckigkeit, mit der Menschen trotz einer breiten Faktenlage in Bezug auf die bedrohliche Entwicklung an solchen Erzählungen festhalten, hat viel mit unbewältigten inneren Konflikten zu tun. Sie hindern daran, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, ohne sie mit Geschichten entkräften zu wollen. Sie hindern uns auch daran, Geschichten, mit denen wir uns unserer Verantwortung entziehen können, von solchen zu unterscheiden, mit denen wir unsere Handlungsfähigkeit stärken. 

Wir müssen uns bewusst sein, dass Geschichten einen mächtigen Einfluss auf unser Unterbewusstsein und auf unsere Emotionen haben. Die Positionen in der Klimapolitik sind sehr stark von solchen Geschichten gesteuert, die wir als Gegengewicht zu den immer erdrückender werdenden wissenschaftlichen Befunden brauchen, wenn wir uns schwertun, sie in ihrer Wucht und in Hinblick auf ihre Konsequenzen zur Kenntnis zu nehmen. Denn das würde bedeuten, dass wir alles in unserer Macht Stehende in Bewegung setzen müssten, um die Katastrophe abzuwenden. Und das wäre reichlich unbequem für uns und besonders für jene, die an den Schalthebeln der Macht sitzen. 

Die Förderung der Unsicherheit zum Machtgewinn 

Unschwer zu erkennen ist bei dieser Aufzählung von Märchen, dass sie vor allem von den Parteien im rechten Bereich des politischen Spektrums verwendet werden. Es scheint diesen Politikern gelegen zu kommen, die Menschen in der diffusen Bedrohungslage durch die Klimakrise zu belassen. Die dadurch verursachten Ängste werden mit Hilfe der Märchenerzählungen scheinbar beruhigt; da aber selbst Kinder den Unterschied zwischen Fiktion und Faktizität kennen, also wissen, dass Märchen eine andere Realität haben als die konkrete aktuelle Wirklichkeit, spüren auch erwachsene Menschen die Unsicherheit, die mit all den genannten Erzählungen einhergeht. Keine der Geschichten kann vollends beruhigen. Allenfalls dienen sie dazu, die eigene Untätigkeit zu rechtfertigen. Diffus verunsicherte Menschen suchen Autoritäten, die ihnen Sicherheit versprechen. Darum ist es Parteien, die für die Wendung zu autoritären Regierungsformen eintreten, daran interessiert, dass die Menschen verunsichert bleiben und füttern sie mit Märchen, die sie vorläufig beruhigen sollen, bis dann der große Macher kommt, der alles zum Besseren wenden wird. 

Alle, denen eine lebenswerte Erde ein Anliegen ist (und das ist bei weitem die Mehrheit der Menschen), können daran mitwirken, die Ebene der narrativen Wirklichkeit mit konstruktiven Geschichten zur Eindämmung der Klimazerstörung zu besetzen und den Begriff der Vernunft von den Politikern zurückgewinnen, die uns einreden wollen, dass es vernünftige Kompromisse zwischen Ökonomie und Ökologie gäbe und dass wir blind auf die Fortschritte in den Forschungen vertrauen sollten. “Gegen diesen destruktiven Nichtangriffspakt zwischen den Antagonisten müssen wir anerzählen mit einer positiven Geschichte von gemeinsamer, friedlicher Veränderung. Erst diese protagonistisch-protestierende Haltung vieler schafft ein mobilisierendes Gefühl von politischer Betroffenheit wie Selbstwirksamkeit – nicht zuletzt, weil man sich dank ihr als Widerständler inszenieren kann. " (S. 307) 

Literatur:
Samira El Ouassil und Friedemann Karig: Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien – wie Geschichten unser Leben bestimmen. Vom Patriarchat bis zur Klimakrise: Narrative prägen die Welt. Berlin: Ullstein 2022

Zum Weiterlesen:

Fossile Propaganda und Klimazerstörung
Die individuelle Mobilität und die Klimakrise
Eine große Mehrheit für den Klimaschutz

Samstag, 21. Februar 2026

Können wir das Klima erzählend retten?

Mit der Klimakrise hat die Menschheit eine Herausforderung heraufbeschworen, die es in dieser Dringlichkeit und Unausweichlichkeit noch nie in der Geschichte der Zivilisation gegeben hat.  Wir wissen alles über die Schärfe der Krise, über die massiven Gefahren für das Überleben der Menschheit, und wir tun kaum etwas, um die Bedrohung abzuwenden. Dieser massive Konflikt zwischen Wissen und Tun betrifft alle – die einzelnen Erdenbürger, die durch ihr Verhalten unterschiedlich die Klimakrise anfeuern, die Politiker, die die Verantwortung für weiterreichende Entscheidungen tragen, die Armen, die am meisten unter den Folgen leiden, und die Reichen, die am meisten zur Erzeugung dieses Leidens beitragen. 

Ein probates Mittel, um mit inneren Konflikten zurechtzukommen, besteht im Erzählen von Geschichten. Deshalb ist eine Reihe von Märchen im Umlauf, mit deren Hilfe der Gewissensdruck erleichtert und der individuelle und kollektive innere Konflikt erleichtert werden soll. Im Folgenden orientiere ich mich an Samira El Ouassil und Friedemann Karig und ihrem Buch: Erzählende Affen.

Übrigens ist der Begriff „Klimawandel“ eine Erfindung der Republikaner um Dick Cheney, dem Vizepräsidenten unter Trump I, die ein harmloses Wort statt der bedrohlichen Termini „Klimaerwärmung“ oder „Klimakrise“ finden wollten – ein Weg, um den Gewissenskonflikt scheinbar zu entschärfen. 

Bei vielen unserer Geschichten handelt es sich um Heldenerzählungen, die einem Grundmuster entsprechen. Diese enthalten ein grundlegendes Erzähl- und Denkmodell, das unser Verständnis von Geschichten, Weltdeutung und Narrativen prägt und in vielen Varianten in der Welt der Fantasie auftauchen.  

Die Elemente oder Stadien der klassischen Heldenreise: 

  1. Der Ausgangspunkt: Die gewohnte Welt – Die Heldin lebt in der bisherigen, vertrauten Welt.  
  2. Das Abenteuer ruft – Ein Ereignis oder Problem fordert den Helden heraus.  
  3. Verweigerung des Rufes – Zögern oder Ablehnung, sich der Herausforderung zu stellen.  
  4. Die Begegnung mit einem Mentor – Eine hilfreiche Figur gibt Rat oder Unterstützung.  
  5. Das Überschreiten der Schwelle – Eintritt in eine neue, unbekannte Welt des Abenteuers.  
  6. Bewährungsproben, Verbündete und Feinde – Erste Prüfungen und Begegnungen auf der Reise.  
  7. Das Vordringen in die tiefste, dunkelste Höhle – Das größte Risiko oder das Zentrum der Gefahr rückt näher.  
  8. „Die dunkle Nacht der Seele“, die Krise – Tiefpunkt, Verzweiflung, Ausweglosigkeit oder innere Konflikte.  
  9. Das Ergreifen des Schwertes und der siegreiche Kampf– Wendepunkt, Erkenntnis, Niederringen des Gegners oder Erlangen einer Belohnung.  
  10. Der Rückweg – Rückkehrvorbereitungen in die gewohnte Welt.  
  11. Die Auferstehung – Letzte Prüfung vor der Rückkehr; Transformation der Heldin.  
  12. Rückkehr nach Hause – Der Held kehrt zurück und bringt etwas mit, das der Gemeinschaft dient.  

Die klassische Heldenreise ist so oft reproduziert worden, weil sie die individuelle Reifungsentwicklung nachzeichnet und viele innere Sehnsüchte befriedigt. Wir alle mussten einmal aus vertrauten Umgebungen aufbrechen, sind durch Krisen gegangen, haben Neues erlernt und sind gestärkt in die Gemeinschaft zurückgekehrt. Die Geschichte erzählt uns, dass wir Probleme und Herausforderungen bewältigen und aus ihnen Sinn gewinnen können. Wenn wir uns den Ängsten stellen und sie verarbeiten, integrieren wir Schattenbereiche unserer Seele. Wenn wir einmal scheitern, geht das Leben weiter und wir gewinnen Halt unter dem Boden und wir richten uns wieder auf, zu neuer Größe. Mutig zu sein und Verantwortung zu übernehmen, lohnt sich. Und schließlich kommt alles zu einem guten Ende. 

Die Klimakrise als Erzählung? 

Aus verschiedenen Gründen ist es schwierig, die Klimakrise in fiktionale Geschichten zu übersetzen, was notwendig wäre, damit die Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen im Bewusstsein möglichst vieler Menschen Platz findet. Ein erster Grund liegt darin, dass es keinen ausgemachten Bösewicht gibt – oder zu viele von ihnen. Mehr oder weniger tragen alle zur Misere bei. Zwar haben Ölfirmen und ihre Propagandamaschinen oder Regierungsspitzen, die der Klimapolitik abschwören, eine höhere Verantwortung, aber sie werden entweder innerhalb des politischen Systems abgesichert oder von der Bevölkerung gewählt und damit legitimiert. 

In einer traditionellen Geschichte ist der Held, der Protagonist, in dem Maß gut wie der Antagonist böse ist. Das kennen wir aus jedem James-Bond-Film und Harry-Potter-Roman. Die Körperkraft von Siegfried bemisst sich am Drachen, den er besiegt hat. Beim Klimakrimi fehlt dieser Gegensatz, weil es den mächtigen Gegenspieler nicht gibt. Folglich fehlt auch die rettende Heldenfigur, mit der man sich identifizieren könnte. Eine Zeitlang hatte Greta Thunberg diese Rolle inne, aber inzwischen ist dieser Stern verblasst und weit und breit keine Identifikationsfigur sichtbar. Welche Heldentat auch würde sich für eine spannende Erzählung eignen? Es gibt kein Ruder, das jemand am Höhepunkt der Dramatik herumreißt, und plötzlich stimmt die Richtung wieder und wir segeln heraus aus der Krise in den sicheren Hafen. Es bräuchte unzählige kleinere und größere Heldentaten, bei denen die Menschen ihre Lebensweisen ändern und politischen Druck erzeugen, um den Schwung zu erzeugen, mit dem das Schlimmste abgewendet werden könnte. Aus solchen Miniaktionen kann aber keine Vorlage für eine Heldensaga gewonnen werden, bei der das Böse endgültig und radikal besiegt werden müsste.   

Was wir im besten Fall ausrichten können, ist die Abmilderung der Krise und eine soziale Abfederung ihrer Folgen. Wir könnten das noch Schlimmere zugunsten des ohnehin schon Schlimmen verhindern. Allerdings eignet sich niemand als Heros, als Wender des Schicksals, der mit seinem heldenhaften Einsatz bewirkt, dass es doch nicht so katastrophal kommt wie befürchtet. Die Bedrohung zu verringern ist zwar löblich, aber trägt nur wenig zur Minderung der verbreiteten Verunsicherung bei. Es ist kein Szenario vorstellbar, in dem ein erleichtertes Aufatmen angebracht wäre. Das Problem bleibt weiter bestehen, nur wären unter Umständen die Auswirkungen weniger schrecklich. 

Außerdem ist es aufgrund der Komplexität der Krise ausgeschlossen, dass eine Einzelperson derart viel bewegen könnte, dass ein nachhaltiger Umschwung stattfindet. Wir werden das Überleben der Menschheit nicht anders sichern können als dass Menschen in großer Zahl zusammenwirken; es wird viele Millionen brauchen, um die notwendige kritische Masse zu erschaffen, die die Politiker weltweit zur Übernahme der Verantwortung zwingt. Eine solche Mobilisierung käme leichter zustande, wenn sie von einer Heldengeschichte angeleitet wäre, aber das Modell passt eben nicht zum Problem. 

Dazu kommt, dass wir mit unserem Lebensstil im Wohlstandsgürtel der Welt fortlaufend daran mitwirken, dass wir alle auf der Seite der Bösewichter stehen. Fiktive Konflikte wie jene zwischen Luke Skywalker und Darth Vader im Krieg der Sterne erzeugen spannende Zeiten im Kino und die nachfolgende Erleichterung, dass das Gute letztlich siegt; bei Erzählungen über die Klimaproblematik bleibt am Ende, wie auch immer sie in der Fiktion ausgemalt wird, das Problem bestehen. Es gibt keinen tiefgreifenden Erleichterungseffekt, sondern höchstens eine Verkleinerung des Problemdrucks. Deshalb meiden viele Leser oder Videokonsumenten solche Geschichten und deshalb werden wenige solche Geschichten geschrieben und gedreht: In nur 2,8 % der amerikanischen Fernsehserien zwischen 2016 und 2020 wurde das Thema Klima auch nur erwähnt.  

Da Menschen über den Mechanismus der selektiven Wahrnehmung verfügen, ordnen sie alle Informationen gemäß ihren Vorannahmen ein. Wenn jemand meint, dass es keine Klimakrise gibt, empfindet er abnorm hohe Temperaturen als weniger heiß im Vergleich zu jemandem, der von einer Klimakrise ausgeht. Die Temperaturempfindung hängt also ab von der Einschätzung der Ursache der Wärme. Die entsprechenden Vorannahmen werden durch die jeweiligen Gruppen und Blasen abgesichert und verstärkt. In diese Kreise können nur Informationen eindringen, die sich auf die jeweils geltende Erzählschablone Bezug nehmen und mit ihr kompatibel sind. Gerade weil alle diese geschlossenen Weltbilder aus Erzählungen entstanden und durch Erzählungen stabilisiert sind, wäre es wichtig, mit neuen Erzählungen die alten zu überschreiben. Da ist viel kommunikative Kreativität gefordert.  

Kleine Heldengeschichten

Da sich die Klimakrise nicht für große Heldengeschichten eignet, bleiben die kleinen. Jemand verzichtet auf Kurzstreckenflüge und fährt mit dem Zug. Jemand isst nur mehr einmal in der Woche Fleisch. Jemand hält Tempo-100 auf der Autobahn ein. Kleine Änderungen von Gewohnheiten mögen ein winziger Tropfen auf einem riesigen heißen Stein sein, aber sie regen zur Nachahmung an, wenn sie weitererzählt werden. Individuelle Verhaltensänderungen allein sind zu wenig, um das Fortschreiten der Klimazerstörung zu beenden. Doch viele erzählte Geschichten summieren sich und regen weitere Geschichten an und beeinflussen die kollektive Ebene, bis sie nicht mehr überhört werden können und schließlich zu politischen Maßnahmen führen. Also ändern wir unsere klimaschädlichen Gewohnheiten und erzählen sie weiter! 

Literatur:

Samira El Ouassil und Friedemann Karig: Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien – wie Geschichten unser Leben bestimmen. Vom Patriarchat bis zur Klimakrise: Narrative prägen die Welt. Berlin: Ullstein 2022

Zum Weiterlesen:

Fossile Propaganda und Klimazerstörung
Die individuelle Mobilität und die Klimakrise
Eine große Mehrheit für den Klimaschutz